| Leergefegt der
große Hof, kein Dieselgeruch, keine eilig zum Feierabend abgestellten
Traktoren, die Ölflecke auf dem Beton schon lange nicht mehr sichtbar.
Kein Hämmern in der Schmiede, kein rußender Auspuff - und keine
Menschenseele in Sicht. Nur ein rythmisches Klappern eines sich
drehenden Windrades aus den 20iger Jahren. Es ist nichts mehr
geblieben von der Geschäftigkeit längst vergangener Tage. Damals der
Lebensmittelpunkt vieler Einwohner des Dorfes, heute ein Museum. Es ist
schön, daß ein Teil des Lebens auf dem Dorfe mit diesem Museum in
Erinnerung bleibt. Als Kinder standen wir am Feldrand und sahen den
Traktoren zu. Stolz waren wir, wenn wir mal mitfahren durften. Heute
sieht man diese nur noch im Museum. Rasch kommen Erinnerungen beim
Anschauen von alten Gerätschaften, die zur jeweiligen Zeit als modern
und zuverlässig galten und zum Alltagsbild gehörten. Angefangen bei
einer Waschmaschine, über den "Essigpisser", bis zu
verschiedenen massenhaft verbreiteten Traktoren. Und auch der
Düngerstreuer, der im Frühjahr über die Felder flog, und über dem
Dorf wendete, fehlt hier nicht. Das Agrarmuseum in Dorf
Mecklenburg bietet den Besuchern mit seiner Sammlung Einblicke in
die Vergangenheit der Landwirtschaft und der Landtechnik des 20.
Jahrhunderts sowie Teile des dörflichen Alltags. Es wird ein
interessanter Rundgang für Technik- und Vergangenheitsfans geboten, der
mit einem Eintritt von 2,50 Euro (Okt. 2006) eigentlich preiswert ist.
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